Sonntag, Oktober 15, 2006

MDR - Mittelmäßiger deutscher Rundfunkmist

Hallo Leute,

mal ein kurzes Blog-Intermezzo. Eigentlich bin ich ja wie wild am Umräumen. Soeben gesellte ich mich kurz im Wohnzimmer zu meiner TV-konsumierenden Mutter, um die letzten zehn Minuten von "Unter Uns" im MDR zu sehen. Mich kann man ja nicht schnell aufregen, doch das ging zu weit. Daher ging diese Mail an den MDR (sogar für Leute verständlich, die die Sendung verpasst haben bzw. sich sowas lieber erst gar nicht ansehen):

Liebe Zuständige beim MDR-Fernsehen,

soeben sah ich ihre Sendung „Unter Uns“ (welch innovativer Titel, man könnte fast meinen, dass man RTL angeschaltet hätte), wo ein 75 Jähriger Rentner nun angeblich Trompete spielen sollte. Gespannt wartete ich gegen Ende der Sendung auf dies Ereignis, doch der vorhergehende Beitrag brachte nicht nur den Trompeter aus der Fassung, sondern auch die Moderatoren. Generell war es ja eine nette Idee über diese Dildo-Tupper-Partys zu berichten, doch ihrer Moderatoren machten leider diesen Beitrag zu nichte... So wie hier moderiert wurde, kann man vermuten, dass weder ein Vorgespräch geführt wurde, noch generelle redaktionelle Arbeit geleistet wurde. Die Fragen waren schlecht vorbereitet und noch schlechter in die Runde geworfen, sodass die arme Vibrator-Vertriebs-Beamtin kaum wusste was sie antworten sollte. Während des ganzen Gespräches wirkte die Moderatorin wie eine Mischung aus Vorschulkind (tihihi, sie hat Sex gesagt, tihihi) und Notgeiler Tante, die sich, trotz nicht zu versteckendem Interesse für die Freudenspender, nicht traute einen der Luststäbe zu berühren (An die Nasenspitze halten? Wie unanständig! Also wirklich, MDR, wie können sie einer Angestellten nur so etwas zumuten? *Vorsicht, in diesem Satz war Ironie versteckt* ). Nun also sollte der musikalische MDR-Vertragsrentner nach der Vorschau auf die kommende „Riverboat“-Folge (Vorgetragen von dem uninvestigativsten Moderator dieses Planeten, dem die unglaublich lustige *hey, IRONIE* die ganze Zeit einen Dildo unter die Nase hielt, was ihn mächtig aus der Fassung brachte *hihihi, ein Vibrator*) sein bläserisches Können unter Beweis stellen. Doch durch die kindischen Sexspielzeug-Spielerein der „Moderatoren“ (ihr moderatives Vermögen war hier so niedrig, bis nicht existent, so dass ich Moderatoren hier in Anführungsstriche setzte) verpasste der lustige Alt-Musikant seinen Einsatz. Nicht schlimm mag man hier denken, aber Moment... Er verpasste den Einsatz zum Playback! PLAYBACK! Das ist wie „Der sprechende Hund“ von Loriot, nur noch schlechter, denn der Hund konnte ja wirklich Geräusche machen.

Diese Sendung war nicht nur eine Demütigung für den stark gealterten Stefan Mross, sondern auch für die anderen Gäste und vor allem für MICH, den Zuschauer!

Ich hoffe solche heftigen, sendetechnischen Entgleisungen werden sich nicht wiederholen, und sie machen sich aufgrund meiner SEHR KONSTRUKTIVEN Kritik mal ein bisschen Gedanken, dass man dem Zuschauer nicht irgendeinen drittklassig zusammengerotzten Sendemist vor die Füße schmeißt, sondern in Zukunft anspruchsvolles und unterhaltsames Fernsehen gestaltet. Ich schalte nun auf jeden Fall erst mal zu Pro7 um...

Mit freundlichen Grüßen Sven P. Peter

1 Comments:

At 4:54 nachm., Anonymous cari said...

einfach nur hammergeil und mal wieder total klasse geschrieben !!! *dichganzdollelob*

 

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